West Nil Fieber in Novi Sad

Das Land Serbien gehört zu den Problemfällen Europas. So hat das Land eine problematische Vergangenheit und aufgrund dieser finanzielle und soziale Probleme, welche die Politik bisher nicht erfolgreich beherrschen kann. Zu diesen Problemen ist nun auch noch ein weiteres hinzugekommen. So wurde in Novi Sad, der zweitgrößten Stadt des Landes, ein Fall des West Nil Fiebers nachgewiesen. Der infizierte Mann, der 84 Jahre alt war, starb dabei sogar an den Folgen der Krankheit. Wir berichten in diesem Artikel für Sie in allen Details über die Ereignisse.

So berichtet die WHO, die Weltgesundheitsorganisation, derzeit über immer mehr Fälle der durch Mücken übertragenen Krankheit in Europa. Am stärksten betroffen sei dabei das Land Serbien. Daneben sind auch in Italien, Griechenland, Ungarn und Rumänien mehrere Fälle nachgewiesen worden.

Ursache hierfür ist laut Experten die Tatsache, dass in diesem Jahr die Temperaturen in Europa früh anstiegen und damit ein Schlüpfen der Mückenlarven begünstigten. Die dazu vom Himmel fallenden Regenschauer unterstützten darüber hinaus die Reproduktion der Mücken und ließ ihre Zahl erheblich ansteigen. Dabei wurden allein in Serbien bis zum 21. August 159 Infektionen nachgewiesen, wobei die Hälfte der Fälle in Belgrad vorlag. Bereits in 15 Fällen verlief die Krankheit, wie beim 84 Jahre alten infizierten Einwohner von Novi Sad, bereits tödlich.

Die Krankheit wird dabei von den Mücken der Art Culex pilpiens, die auch unter dem Namen Gelse bekannt sind. Dabei trat das West-Nil-Fieber das erste Mal 2012 in Serbien auf. In den folgenden Jahren bis 2017 wurden dann ganze 574 Erkrankungen durch die Behörden erfasst. Diese resultierten in insgesamt 61 Todesopfern. Wie hoch die Zahl der Infektionen dabei wirklich war, kann niemand nachvollziehen, da nur in 20 Prozent der Fälle die Infektion überhaupt behandlungsbedürftig ist. Die Dunkelziffer an Betroffenen dürfte also deutlich höher sein als die offizielle Statistik der Behörden es nachvollziehen lässt.

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