Die Stadt Novi Sad gehört heute zu den größten des Staates Serbien. So verfügt sie über 250.000 Einwohner und steht damit auf Platz zwei der größten Städte des Landes, gleich hinter der Hauptstadt Belgrad. Novi Sad kann auf eine lange und ebenso bewegte Geschichte zurückblicken. Ein wichtiger Bestandteil dieser Historie sind die Ereignisse in den 90er Jahren. Zu der Zeit wurde Novi Sad Schauplatz des Kosovokriegs. Betroffen davon war auch der Stadttteil Kać, der zuvor eine eigene kleine Stadt darstellte. Wir blicken in diesem Artikel auf die Angriffe auf die Stadt im Kosovokrieg und liefern Ihnen dabei alle wissenswerten Details.

Im Jahr 1999 wurde Novi Sad erstmals von Luftangriffen getroffen, die durch die North Atlantic Treaty Organization (kurz auch NATO genannt) ausgeführt wurden. Im Zuge dieser Angriffe wurden alle Brücken über die Donau in der Stadt zerstört. Betroffen waren darüber hinaus auch die regionale Versorgung mit Trinkwasser, die mehr als 600.000 Menschen in der Region mit Wasser versorgte. Darüber hinaus waren auch das Krankenhaus der Stadt und die Raffinerie betroffen, die beide völlig zerstört wurden. Auch betroffen waren daneben mehrere Grundschulen der Stadt sowie eine Kindertagesstätte und viele Kinderkrippen.

Nach dem Ende des Krieges konnte sich die Stadt nur langsam von den Zerstörungen erholen. So dauerten die Arbeiten des Wiederaufbaus mehrere Jahre. Aufgrund der zerstörten Brücken wurde der Verkehr zunächst nur eingeschränkt über die Donau abgewickelt. Dafür diente eine Pontonbrücke, die drei Mal in der Woche für Schiffe geöffnet wurde. Ungehindert ging die Schiffahrt durch die Stadt über die Donau erst wieder seit dem 11. Oktober 2005, an dem die sogenannte Freiheitsbrücke wieder eröffnet wurde. Wichtige Gebäude wurden auch bis in die 2000er Jahre wieder aufgebaut und sind nun eine Bereicherung für das Stadtbild. Darüber hinaus haben sich auch die einzelnen Stadtteile wie etwa Kać wieder von den Zerstörungen erholt.