Die Geschichte des modernen Staates Jugoslawien endete im Jahr 2003. Die Bundesrepublik Jugoslawien, die gerade einmal von den Jahren 1992 bis 2003 bestanden hatte, hatte sich aus Serbien und Montenegro zusammengesetzt. Der Untergang des modernen Staates Jugoslawien bedeutete damit gleichzeitig auch das Entstehen zweier neuer Staaten. So wurden die beiden Nationen Serbien und Montenegro ins Leben gerufen. Dieser Prozess lief jedoch nicht ohne Probleme ab. So bildeten zunächst Serbien und Montenegro gemeinsam einen Staat. Dieser wurde erst im Jahr 2006 in sechs Teilstaaten aufgelöst. Diese sind Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien, Montenegro und Mazedonien. Welcher völkerrechtliche Status hingegen dem Kosovo zukommt, ist bis heute umstritten und nicht geklärt.

Welche Folgen aber hat das für das Land Serbien und seine Städte wie etwa Novi Sad, zu dem auch der Stadtteil Kać gehört? Die Folgen sind vor allem wirtschaftlicher, kultureller und auch politischer Natur. So haben das Land Serbien und damit eben auch seine Städte nach wie vor unter den Folgen des Zusammenbruchs Jugoslawiens durch zwei Bürgerkriege zu leiden. Die beiden Kriege, der Kosovokrieg und des Jugoslawienkrieg, brachten der Bevölkerung des Balkans viel Not und Elend.

Eine weitere direkte Folge dieser kriegerischen Auseinandersetzungen waren darüber hinaus innere Konflikte zwischen verschiedenen nationalen und religiösen Gruppierungen. So bestehen noch heute starke ethnische Konflikte etwa zwischen Serben und Albanern sowie zwischen Christen und Muslimen, die ihre Streitereien zum Teil gewaltsam miteinander austragen.

Darüber hinaus hat sich Serbien erst im Verlauf vieler Jahre wieder wirtschaftlich erholen können. So sind Belgrad und Novi Sad als die beiden größten Städte des Landes mittlerweile das Rückgrat der heimischen Wirtschaft. In ihnen wird viel produziert, gibt es viele Arbeitsplätze und auch einige technische Innovationen. Dieser Trend der Besserung der Wirtschaft scheint derzeit anzuhalten und viele Serben hoffen, dass ihr Land bald wieder international konkurrenzfähig ist und nicht mehr der Entwicklung hinterherläuft.