Der Zweite Weltkrieg war für Serbien und seine zahlreichen Städte ein Ereignis von sehr großer Auswirkung. So wurden nicht wenige Städte zerstört und erst viele Jahre später gelang es den verbliebenen Einwohnern, wieder zur Normalität aus der Zeit vor dem großen Krieg zurückzukehren. Vor allem die großen Städte des Landes, wie die Hauptstadt Belgrad und die nächstgrößere Stadt Novi Sad, hatten unter dem Krieg zu leiden, da sie als Zentren der Produktion und des Handels attraktive Ziele für ein Bombardement darstellten. Wir gehen in diesem kurzen Artikel ausführlich auf die Ereignisse ein, die sich in und um Novi Sad im Zweiten Weltkrieg abspielten.

In den ersten drei Jahren des Krieges, also von 1939 bis 1941, blieb die Stadt weitgehend verschont und konnte wie in Friedenszeiten weiter florieren. Dies änderte sich erst mit dem Jahr 1941. So besetzte nun das Königreich Ungarn, das zu den sogenannten Achsenmächten zählte, die Stadt. Die Achsenmächte waren ursprünglich von Adolf Hitler und dem italienischen Duce Benito Mussolini ins Leben gerufen worden und umfassten die Achse Berlin – Rom – Tokyo. Dieses Bündnis wurde schnell um die weiteren Partner Ungarn, Rumänien und die Slowakei, die bereits 1940 dem Bündnis beitraten, erweitert. Später schlossen sich auch noch Kroatien, Thailand und Finnland an.

In Novi Sad herrschte nach der Besetzung durch die Achsenmacht Ungarn der Befehlshaber General Ferenc Feketehalmy-Czeydner. Er ließ in nur drei Tagen, nämlich vom 21. bis zum 23. Januar des Jahres 1942, insgesamt 1.246 Zivilisten erschießen. Unter diesen befanden sich vor allem Juden. Neben den 809 Juden waren aber auch 375 Serben, acht Deutsche und 18 Ungarn unter den Opfern dieser Maßnahme. Daneben wurden auch hunderte Zivilisten ertränkt, indem sie in die eiskalte Donau geworfen wurden. Erst die Partisanen konnten im Jahr 1944 die Stadt befreien und das Terrorregiment langsam brechen. So kehrte langsam wieder Normalität in der Stadt ein.