Der Zweite Weltkrieg war eines der zentralen Ereignisse der Geschichte Europas und der Welt im 20. Jahrhundert. So prägte der Krieg, der von 1939 bis 1945 andauerte, ganze Generationen von Menschen und brachte unglaubliches Leid für Millionen mit sich. Dabei standen sich zwei große Bündnissysteme gegenüber. Auf der einen Seite waren dies die Alliierten, die sich vor allem aus den Großmächten Frankreich, Großbritannien und den USA zusammensetzten, und auf der anderen Seite die Achsenmächte, in deren Zentrum Deutschland, Italien und Japan standen.

Um diese beiden großen Systeme herum gab es zahlreiche kleine Staaten, die sich entweder einem der beiden Systeme anschlossen oder versuchten, wie etwa die Schweiz und viele afrikanische Staaten, ihre Unabhängigkeit zu wahren und neutral zwischen den beiden Blöcken aufzutreten.

Das Land Serbien gehörte damals nicht zu jenen Staaten, die versuchten unabhängig zu bleiben. Vielmehr schloss sich das Land relativ schnell den Achsenmächten an. Damit folgte es der Politik von Ländern wie Rumänien, Bulgarien und später auch Finnland und Thailand.

Diese Entscheidung hatte extreme Folgen für Serbien und seine Bevölkerung. So führte der Zweite Weltkrieg in Serbien zu zahlreichen Zerstörungen, die von den Alliierten verursacht wurden. Sie bombardierten vor allem die großen Städte des Landes, da in diesen Waffen produziert wurden und die Wirtschaft besonders wichtig war. Zu diesen Städten zählte neben der Hauptstadt Belgrad auch die Stadt Novi Sad, in deren Nähe sich auch die kleine Siedlung Kać befindet.

Sowohl Novi Sad als auch Kać wurden im Zweiten Weltkrieg erheblich zerstört. So wurden vor allem Fabriken beschädigt und öffentliche Einrichtungen wie etwa Krankenhäuser und Schulen. Diese zerstörten Gebäude konnten dabei nur in mühevoller und jahrelanger Arbeit wieder aufgebaut werden. So dauerte es bis weit nach Ende des Krieges im Jahr 1945, bis die Zerstörungen wieder vollends rückgängig gemacht werden konnten. Die Stadt hat dabei ihre Geschichte nicht vergessen und weiß den Frieden zu schätzen.