Das europäische Land Serbien gehört zu den jüngsten Staaten Europas und der Welt. So wurde das Land am 5. Juni 2006 als parlamentarische Republik gegründet. Mit rund 22 Millionen Einwohnern zählt es dabei zu den eher kleinen Staaten Europas und der Welt. Dabei hat das Land bedingt durch seine Geschichte und Vergangenheit heute mit einigen Problemen zu kämpfen. So entstand es aus einer ganzen Reihe von Konflikten, die sich auf dem Balkan abspielten. Die wichtigsten Kämpfe fanden dabei im sogenannten Jugoslawienkrieg in den Jahren von 1991 bis 1995 und im Kosovokrieg in den Jahren 1998 bis 1999 statt.

Diese Geschichte prägt das Land noch heute vor allem in zwei Bereichen. Zum ersten hat das Land immer noch stark mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, zum anderen gibt es viele ethnische Konflikte im Land. Besonders betroffen sind davon große Städte wie etwa Novi Sad, die zweitgrößte Stadt Serbiens, in der auch der historische Stadtteil Kać liegt. Wir berichten hier über die dort herrschenden ethnischen Konflikte.

Um diese Konflikte zu begreifen, lohnt sich ein Blick auf die Herkunft der Einwohner in der Stadt. So kommen von den 341.625 Einwohnern von Novi Sad und seiner Umgebung ganze 269.117 und somit 78,79 Prozent aus Serbien. Die zweitgrößte Gruppe stellen mit 13.272 Einwohnern und damit 3,88 Prozent die Ungarn dar. Es folgen die Slowaken, 6.596 an der Zahl, was 1,93 Prozent der gesamten Bevölkerung entspricht. Daneben gibt es noch 3.636, also 1,06 Prozent, Roma, sowie 5.335 Kroaten (1,56 Prozent) und 43.669 Menschen mit anderen Herkunft, was 12,748 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht. Die zentralen Linien der Konflikte verlaufen dabei sowohl an den Grenzen der nationalen Herkunft als auch an den Grenzen der Religion. So sind es vor allem Muslima und Christen, die immer wieder in Konflikte geraten, sowie Serben und Bulgaren, die sich teilweise blutige Konflikte liefern.